Papst-Benedikt - die Biographie
Joseph Alois Ratzinger wurde
im bayrischen Marktl am Inn, als Sohn eines Gendarmeriemeisters
geboren. Seine Geschwister heißen Maria und Georg
Ratzinger.
Mit
14 Jahren wurde er laut Gesetz von 1936- während seines Aufenthaltes
im erzbischöflichen Internat in Traunstein in die Hitlerjugend
eingegliedert. Joseph Ratzinger wird nachgesagt, dass
er der Hitlerjugend ablehnend gegenüberstand und
stets versuchte, Gruppentreffen zu vermeiden.
1943, im Alter von 16 Jahren, wurde er als Flakhelfer
in einer Fabrik nahe München eingesetzt. 1944 wurder er zur
Grundausbildung eingezogen und wurde nach Ungarn zum
Reichsarbeitsdienst versetzt. Kurz darauf desertierte er. 1945
kam er in ein Kriegsgefangenenlager, zur Entnazifizierung
teilnahm. 1945 geriet er schließlich in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Ratzinger wuchs in einer zutiefst
religiösen Familie auf. Zwei Jahre nach seiner Geburt zog
die Familie nach Tittmoning an der Salzach, 1932 nach Aschau am
Inn.
In den 1930er Jahren erwarb die Familie ein kleines
Bauernhaus in Hufschlag bei Traunstein. Trotz der finanziellen
Belastung für die Eltern ging B wie auch seine Geschwister
im Internat zur Schule. Er machte das Abitur auf dem Chiemgau
Gymnasium in Traunstein.
Papst-Benedikt - Studium
Von 1946 bis 1951 studierte Joseph Ratzinger
an der Theologischen Hochschule in Freising und an der
Universität München Katholische Theologie
und Philosophie. Das Werk von Steinbüchel "Die
Wende des Denkens" wurde für ihn zur Schlüssellektüre.
1959 habilitierte er an der Universität in Bonn
und wurde zum ordentlichen Professor für Fundamentaltheologie
ernannt. Seine Antrittsvorlesung hielt er über das Thema
"Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophie".
Den Lehrstuhl besetzte er bis 1963.
Joseph
Ratzinger wurde Dekan des Kardinalskollegiums
und am 25. November 1981 Präfekt der Glaubenskongregation,
der Nachfolgeorganisation der Kongregation der römischen
und allgemeinen Inquisition. Als Präfekt der Glaubenskongregation
hatte er einen Stab von 40 Mitarbeitern.
1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II zum
Titularbischof der Diözese Velletri-Segni.
Ab 1998 war Ratzinger Subdekan des Kardinalskollegiums
und wurde 2002 zum Dekan des Kardinalskollegiums
und damit zum Titularbischof von Ostia gewählt.
Er war damit einer der bedeutendsten Kardinäle und galt theologisch
und kirchenpolitisch als rechte Hand seines Vorgängers.
Als Präfekt dieser Glaubenskongregation
war er für die Ablehnung des Vatikans von pluralistischen
Ansätzen in der Kirche, Forderungen nach Dezentralisation
der Kirche, Priesterehen, Befreiungstheologie, gleichgeschlechtlichen
Lebenspartnerschaften, künstlichen Formen der Empfängnisverhütung,
Schwangerschaftskonfliktberatung mitverantwortlich.
Papst-Benedikt - Das höchste Priesteramt
Am Vormittag des 8. April 2005 leitete Ratzinger
in Rom die Begräbnisfeierlichkeiten für Papst Johannes
Paul II. Im Zusammenhang mit dem Tode Johannes Pauls II.
fiel ihm eine Schlüsselrolle zu. In seiner Funktion als Kardinalsdekan
rief er die Kardinäle zum Konklave zusammen,
hielt am 18.04.2005 eine vielbeachtete, seine Fähigkeiten
unterstreichende Predigt und leitete selbst die Papstwahl,
aus der er schließlich am 19. April 2005 als Oberhaupt
der römisch-katholischen Kirche hervorging.
[*Der
Text enthält Auszüge aus der Wikipedia]
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